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GAT2 meets ISWA : Ein neues Modell für die Transkription von Multimodalität

Title data

Dix, Carolin:
GAT2 meets ISWA : Ein neues Modell für die Transkription von Multimodalität.
2019
Event: GAL-Sektionentagung 2019 , 18.-20.09.2019 , Halle (Saale).
(Conference item: Conference , Speech )

Abstract in another language

Transkripte sind ein wesentlicher Teil interaktionsanalytischer Forschung (vgl. Ayaß 2015:508), denn erst durch sie können Interaktionen in ihren Einzelheiten erfasst und die Analysen für andere Forscher intersubjektiv nachvollziehbar gemacht werden (vgl. Deppermann 2008: FN3). Während sich mit GAT2 (Selting et al. 2009) ein Transkriptionssystem etabliert hat, das ein einheitliches, aber an individuelle Anforderungen anpassbares Repertoire an Zeichen breitstellt, um vor allem verbale und vokale Interaktionsaspekte abzubilden, fehlt nach wie vor ein für die Bedürfnisse der Transkription visuell-leiblicher Interaktionsaspekte zugeschnittenes Zeicheninventar (vgl. Mittelberg 2007:227; Stukenbrock 2009:145; Mondada 2013:986; Bohle 2013:993; vom Lehn 2014:399; Luff/Heath 2015:367). Obwohl es erste Vorschläge gibt, wie eine nachvollziehbare, in ihrer Detailliertheit anpassbare, leicht erlernbare und trotz wachsender Komplexität lesbare Transkription aussehen kann, die zudem verbale Beschreibungen von Bewegungen reduziert (vgl. das Modell von Mondada 2014, 2016 sowie das Modell von Heath et al. 2010; Luff/Heath 2015; vom Lehn 2014), nutzt bislang jede Forschung ihr eigenes Modell. Die Präsentation stellt ein innovatives neues Modell vor, das die vorhandene Lücke auf dem Gebiet der einheitlichen multimodalen Transkription schließen will. Dazu wird das System von GAT2 um die Elemente des International Sign Writing Alphabet (ISWA) ergänzt. Dieses wurde von Valerie Sutton (1973, 2010) als „allgemeines Bewegungsbeschreibungssystem“ (Wöhrmann 2005:7; ‚Sutton Movement Writing‘) entwickelt und bildet mithilfe eines speziellen Zeicheninventars Bewegungen (u.a. Fingerhaltungen, Mimik, Körperorientierungen) ikonisch abstrahiert ab (vgl. Parkhurst/Parkhurst 2008). Durch die Erweiterung von GAT2 mit dem ISWA entsteht ein robustes, anpassbares, leicht erlernbares und übersichtliches Transkriptionssystem, das die multimodale Orchestrierung von Interaktionen adäquat abbilden kann.

Further data

Item Type: Conference item (Speech)
Refereed: No
Institutions of the University: Faculties > Faculty of Languages and Literature > Lehrstuhl Germanistische Linguistik > Lehrstuhl Germanistische Linguistik - Univ.-Prof. Dr. Karin Birkner
Result of work at the UBT: Yes
DDC Subjects: 400 Language > 410 Linguistics
400 Language > 430 German and related languages
Date Deposited: 26 Sep 2019 09:03
Last Modified: 26 Sep 2019 09:03
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/52432