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Wirkungen und Wirkungsgrenzen innovationsbasierter Clusterförderung am Beispiel eines traditionell handwerklichen Netzwerks

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Leick, Birgit:
Wirkungen und Wirkungsgrenzen innovationsbasierter Clusterförderung am Beispiel eines traditionell handwerklichen Netzwerks.
In: Brachert, Matthias ; Henn, Sebastian (ed.): Cluster in Mitteldeutschland : Strukturen, Potenziale, Förderung ; Tagungsband. - Halle (Saale) , 2012 . - pp. 79-102 . - (IWH-Sonderheft ; 5/2012 )
ISBN 978-3-941501-70-6

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In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Förderung von Unternehmensnetzwerken und Clustern zu einem beliebten Instrument der Regional-, Technologie- und Wirtschaftspolitik. Trotz oder gerade wegen der Popularität des Konzepts in der Praxis wird in der wirtschaftsgeographischen Literatur zunehmend die Frage diskutiert, ob eine solche Förderung grundsätzlich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen im globalen Standortwettbewerb geeignet ist. Da Innovationen – im Sinne neuer Produkte und Prozesse – und Forschung und Entwicklung (FuE) in Unternehmen und Institutionen eine hohe Bedeutung für die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zugeschrieben wird, setzen clusterpolitische Fördermaßnahmen oft an einer auf Innovationen bzw. FuE basierenden Vernetzung von Akteuren an (vgl. Kiese 2008). Dies spricht besonders technologie- und forschungsintensive Branchen und High-Tech-Cluster an (vgl. Dohse 2007). In Deutschland verkörpern verschiedene Programme des Bundes und der Länder diesen Ansatzpunkt, z. B. das InnoRegio-Programm (1999 bis 2006) und die nachfolgende Programmfamilie „Unternehmen Region“ des BMBF.
Fraglich ist jedoch, ob und inwieweit sich eine technologieorientierte Clusterpolitik auf traditionelle und handwerkliche Sektoren mit einer geringeren Technologie- und Forschungsintensität übertragen lässt. Nur wenige empirische Referenzbeispiele beschäftigen sich mit den Wirkungen clusterpolitischer Maßnahmen auf solche Bereiche. Die vorliegende Fallstudie will einen Beitrag leisten, diese Lücke in der empirischen Clusterforschung zu schließen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die sächsische Musikinstrumentenwirtschaft als ein lokales Produktionssystem, das seit Jahrhunderten im sächsischen Vogtland angesiedelt ist. Die vogtländische Musikinstrumentenwirtschaft im Nischensegment des klassischen Musikinstrumentenbaus zeichnet sich durch eine überwiegend handwerklich-arbeitsintensive Fertigungsweise und eine kleinbetriebliche Struktur aus. Seit 1999/2000 wurde sie durch unterschiedliche Bundesprogramme in den Bereichen Cluster- und Mittelstandspolitik gefördert, u. a. das InnoRegio-Programm. Der gemeinsame Nenner der Programme ist eine Vernetzung lokaler Akteure insbesondere auf der Basis gemeinsamer FuE und Innovationen. Als übergeordnete Instanz existiert seitdem das Netzwerkmanagement MusiconValley e. V.
Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen zwei Forschungsfragen: Gibt es eine Vernetzung in der vogtländischen Musikinstrumentenwirtschaft, die dem Abbild eines Clusters nahe kommt? Welchen Beitrag leistet eine innovations- und FuE-basierte Förderung, um die Vernetzung der Akteure und die Clusterbildung zu initiieren bzw. verstetigen? Die Analyse dieser Fragen setzt an drei Aspekten an: der Komplexität der Verflechtungen lokaler Akteure, der generellen Eignung der clusterpolitischen Maßnahmen für das Netzwerk und der Verstetigung der Vernetzung im Laufe der Förderhistorie des Netzwerks sowie der Rolle des Netzwerkmanagements beim Clusteraufbau.

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Item Type: Article in a book
Refereed: Yes
Institutions of the University: Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences > Department of Earth Sciences > Chair Economic Geography
Faculties
Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences
Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences > Department of Earth Sciences
Result of work at the UBT: Yes
DDC Subjects: 300 Social sciences > 330 Economics
Date Deposited: 08 Mar 2017 14:57
Last Modified: 08 Mar 2017 14:57
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/36298