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Doping Cases among Elite Athletes from 2000 to 2013 : Dopingfälle bei Spitzenathleten in den Jahren 2000 bis 2013

Titelangaben

Wintermantel, J. ; Wachsmuth, Nadine ; Schmidt, Walter:
Doping Cases among Elite Athletes from 2000 to 2013 : Dopingfälle bei Spitzenathleten in den Jahren 2000 bis 2013.
In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. Bd. 67 (2016) Heft 10 . - S. 263-269.
ISSN 0371-3059
DOI: 10.5960/dzsm.2016.258

Abstract

Background: The World Anti-Doping Agency (WADA) did not publish the number of anti-doping rule violations (ADRVs) in sports before 2013, leading to a lack of information regarding ADRVs in certain countries and sporting disciplines. The present study aimed to provide an overview of the number and distribution of ADRVs among elite athletes of Olympic sports.
Methods: A database of ADRVs was created for Olympic sports between 2000 and 2013based on an Internet search. The inclusion criterion was success of the athlete at the international level. The data were analyzed using descriptive statistics.
Results: A total of 1,236 cases were found. The most frequent violations were the use of anabolic substances (>38%), followed by blood doping (15.3%) and stimulant use (14.2%). ADRVs were found in 120 countries; the countries that accounted for most cases were Russia (10.4%), the USA (6.8%), and Italy (4.9%). The most affected sports were track and field (29.4%), weightlifting (21.8%), and cycling (13.0%). Related to Olympic disciplines, however, weightlifting was by far in front. Numerous ADRVs were observed among Russian women athletes. The highest numbers of ADRVs in track and field were committed by athletes from Russia (n=53), the USA (n=37), and Jamaica (n=19). The prevalence of ADRVs among Russian track and field athletes was 4.1 times higher during Olympic versus non-Olympic years.
Conclusion: Targeted and organized doping can be assumed to occur in certain disciplines and countries.

Abstract in weiterer Sprache

Problemstellung: Bis zum Jahr 2013 wurde von der WADA die Anzahl der sanktionierten Dopingbefunde (anti-doping rule violations, ADRVs) nicht veröffentlicht und es konnte somit keine Zuordnung zu bestimmten Ländern und häufig auch nicht zu bestimmten Sportarten erfolgen. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, eine Übersicht über die Anzahl und Verteilung von ADRVs bei Weltklasse-Athleten in den olympischen Disziplinen zu erstellen.
Methoden: Es wurde eine Internet-basierte Recherche durchgeführt und alle sanktionierten Dopingfälle aus den olympischen Sportarten der Jahre 2000 bis 2013 in eine Datenbank eingepflegt. Einschlusskriterium war der höchstrangige internationale Erfolg. Es wurde eine rein deskriptive statistische Auswertung durchgeführt.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 1236 Fälle registriert. Die häufigste Manipulationsart waren anabole Substanzen mit 38% vor Blutmanipulationen (15,3%) und Stimulantien (14,2%). ADRVs betrafen 120 Länder; die bei weitem meisten Fälle (10,4%) traten in Russland auf, gefolgt von den USA (6,8%) und Italien (4,9%). Die am stärksten betroffene Sportart war die Leichtathletik mit 29,4%, gefolgt von Gewichtheben (21,8%) und Radsport (13,0%). Bezogen auf die Anzahl olympischer Disziplinen lag allerdings Gewichtheben bei weitem vorn. Auffällig war der hohe weibliche Anteil in Russland mit 58%. In der Leichtathletik war Russland mit 53 Fällen vertreten vor den USA (37) und Jamaika (19). Die Dopingprävalenz der russischen Leichtathleten war in olympischen Jahren um das 4,1-fache höher als in anderen Jahren.
Schlussfolgerungen: Ein zielgerichtetes und organisiertes Doping kann für bestimmte Länder und Sportarten vermutet werden.

Weitere Angaben

Publikationsform: Artikel in einer Zeitschrift
Begutachteter Beitrag: Ja
Keywords: Anti-Doping Rule Violation; Olympic Disciplines; Athletics; Doping Prevalence
Institutionen der Universität: Fakultäten > Kulturwissenschaftliche Fakultät > Institut für Sportwissenschaft
Fakultäten > Kulturwissenschaftliche Fakultät > Institut für Sportwissenschaft > Professur Sportwissenschaft IV (Sportmedizin/Sportphysiologie)
Fakultäten
Fakultäten > Kulturwissenschaftliche Fakultät
Titel an der UBT entstanden: Ja
Themengebiete aus DDC: 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin und Gesundheit
Eingestellt am: 07 Sep 2017 12:17
Letzte Änderung: 07 Sep 2017 12:17
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/39243