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Das "Messingkauf"-Projekt : Die Schreib-Szene, ihre Körperlichkeit und das Angewandte Theater

Titelangaben

Ernst, Wolf-Dieter:
Das "Messingkauf"-Projekt : Die Schreib-Szene, ihre Körperlichkeit und das Angewandte Theater.
In: Klöck, Anja ; Silberman, Marc (Hrsg.): Brecht vergegenwärtigen: Aktuelle und historische Praxis-Theorie-Gefüge. - Baden Baden : Olms , 2025 . - S. 173-195 . - (Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig - Schriften ; 20 )
ISBN 978-3-487-17189-0

Abstract

Der Beitrag geht der Frage nach, welche Aktualität Bertolt Brechts Ideen zum Angewandten Theater heute haben. Dazu werden ausgesuchte Stellen aus dem Fragment Der Messingkauf erneut gelesen. Dies geschieht vor dem Hintergrund aktueller politischer Verwerfungen und mit Blick auf die eigene Lehre im Bereich des Angewandten Theaters. Dabei steht konkret die Körperlichkeit der Brecht’schen Schauspieltheorie im Zentrum der Überlegung. Bekanntlich war das Schreiben am Messingkauf für Brecht dadurch beeinträchtigt, dass er im Exil und auf der Flucht kaum Zugang zu Theatern hatte. Der Mangel an praktischen Möglichkeiten zum Experimentieren bildete damit einen Widerstand im Schreiben, der hier in Form von Schreib-Szenen entfaltet wird. Man kann daher fragen, wie diese Widerstände im Schreiben, der Mangel konkret zu beobachtender Körperlichkeit auf der Bühne, die heutige Lektüre der Textfragmente prägen. Die Ergebnisse des Beitrages zielen darauf ab, ein neues Nachdenken über Angewandtes Theater zu fördern, um damit die Aktualität des Messingkauf-Projekts zu beleuchten.

Abstract in weiterer Sprache

This article explores the question whether Brecht’s ideas on Applied Theater are still relevant today. To this end, it undertakes a re-reading of selected passages from the Messingkauf fragment (Buying Brass) against the background of current political upheavals and with a view to the author’s own teaching in the field of Applied Theater. Specifically, these reflections focus on the physicality of Brecht’s acting theory. It is well known that his ability to write the Messingkauf fragments was compromised by the fact that he had little access to theaters during his exile and escape. The lack of practical opportunities for experimentation thus called forth a resistance in the act of writing, which here is analyzed as a series of ‘writing scenes’. Today this leads to questions about how this resistance, the lack of observable physicality on stage, shapes the reading of the text fragments. The article’s conclusion aims to promote a new way of thinking about Applied Theater in order to shed light on the topicality of the Messingkauf project.

Weitere Angaben

Publikationsform: Aufsatz in einem Buch
Begutachteter Beitrag: Nein
Keywords: Schauspieltheorie; episches Theater; Angewandtes Theater
Institutionen der Universität: Fakultäten > Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät > Professur Theaterwissenschaft > Professur Theaterwissenschaft - Univ.-Prof. Dr. Wolf-Dieter Ernst
Profilfelder > Emerging Fields > Kulturbegegnungen und Transkulturelle Prozesse
Titel an der UBT entstanden: Ja
Themengebiete aus DDC: 700 Künste und Unterhaltung > 700 Künste
Eingestellt am: 12 Jan 2026 08:21
Letzte Änderung: 12 Jan 2026 08:21
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/95573