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Forschung zu Quellökosystemen an der Universität Bayreuth : eine Einführung

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Beierkuhnlein, Carl ; Gollan, Thomas:
Forschung zu Quellökosystemen an der Universität Bayreuth : eine Einführung.
In: Beierkuhnlein, Carl ; Gollan, Thomas (Hrsg.): Ökologie silikatischer Waldquellen in Mitteleuropa. - Bayreuth : Bayreuther Inst. für Terrestrische Ökosystemforschung , 1999 . - pp. 1-8 . - (Bayreuther Forum Ökologie ; 71 )

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Seit zehn Jahren bearbeiten Wissenschaftler der Universität Bayreuth ökologische Fragestellungen an Quellen der Mittelgebirge. Die silikatischen Ausgangsgesteine der Untersuchungsgebiete Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Erzgebirge und Fichtelgebirge prägen die Qualität ihrer Quellen. Ihre schwach gepufferten Wässer reagieren sensibel auf Änderungen der Stoffeinträge in die Einzugsgebiete. Quellen sind ein Symbol für Reinheit und Ursprung. Diese mythische Bedeutung kommt vor allem Waldquellen zu. Waldökosystemen wird allgemein eine besondere Filterwirkung unterstellt - die in diesem Band zusammengestellten Ergebnisse zeigen, dass dies nur bedingt gilt. Zum Verständnis der ökologischen Zusammenhänge an Quellen werden die Transportwege der Wässer, ihre thermischen Eigenschaften, die Reliefentwicklung der Quellökotope, redoxchemische Prozesse im Quellbereich, Bodeneigenschaften und Stoffhaushalt der Einzugsgebiete untersucht. Räumliche Muster werden identifiziert und an ausgewählten Quellen Zeitreihen analysiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Vegetation im direkten Quellbereich, der Artenzusammensetzung und der Strukturen von Quellfluren. Über die Verknüpfung biotischer und hydrochemischer Daten wird eine reaktive Bioindikation angestrebt. Pflanzen reagieren mit ihrem Vorkommen und Fehlen, aber auch mit ihrem Habitus, auf Umweltbedingungen. Stoffbelastungen und Nährstoffverfügbarkeit sowie der Lichthaushalt können diese Reaktionen steuern. Für die akkumulative Bioindikation, also für die Untersuchung der Stoffanreicherung, werden verbreitete Moosarten genutzt. Offensichtlicher als die indirekten Einflüsse auf die Lebensgemeinschaft Quelle sind allerdings direkte Beeinträchtigungen durch menschliche Aktivität. Ihre Empfindlichkeit macht Quellen nicht nur zu wichtigen Objekten des Naturschutzes. Diese Qualität weckte auch die Begeisterung aller beteiligten Wissenschaftler.

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Item Type: Article in a book
Refereed: No
Additional notes: BAYCEER15195
Institutions of the University: Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences > Department of Earth Sciences > Chair Biogeography
Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences > Department of Earth Sciences > Chair Biogeography > Chair Biogeography - Univ.-Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein
Research Institutions > Research Centres > Bayreuth Center of Ecology and Environmental Research- BayCEER
Faculties
Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences
Faculties > Faculty of Biology, Chemistry and Earth Sciences > Department of Earth Sciences
Research Institutions
Research Institutions > Research Centres
Result of work at the UBT: Yes
DDC Subjects: 500 Science
Date Deposited: 22 Apr 2015 11:59
Last Modified: 22 Apr 2015 11:59
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/10991