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Prävention von Übergewicht und Adipositas : Aufgaben von Staat, Lebensmittelindustrie und Individuum

Titelangaben

Eichhorn, Christine ; Nagel, Eckhard:
Prävention von Übergewicht und Adipositas : Aufgaben von Staat, Lebensmittelindustrie und Individuum.
In: Das Gesundheitswesen. Bd. 72 (2010) Heft 1 . - S. 10-16.
ISSN 1439-4421
DOI: https://doi.org/10.1055/s-0029-1237737

Abstract

Adipositas stellt ein zunehmendes Gesundheitsproblem in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen dar. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Hierbei sind u. a. der Staat, die Lebensmittelindustrie und auch das Individuum gefragt. Staatliche Interventionen können direkte Regulation sein, wie verbindliche Richtlinien für die Schulverpflegung und Beschränkung von Kind bezogener Lebensmittelwerbung, ökonomische Anreize wie Besteuerung ungesunder Lebensmittel und die Subventionierung gesunder Schulverpflegung sowie Information und Aufklärung (Ernährungsunterricht, Kampagnen, Lebensmittelkennzeichnung u. a.). Aufgabe des Staates sollte dabei die Gestaltung von Rahmenbedingungen sein, die gesundheitsförderliches Verhalten erleichtern. Derzeit sind staatliche Interventionen allerdings häufig verhaltensorientiert und setzten auf die Eigenverantwortung des Individuums. Aufgaben der Lebensmittelindustrie sind u. a. eindeutige Lebensmittelkennzeichnung, gesundheitsförderliche Produkte sowie Beschränkung Kind bezogener Werbung. Der Einzelne hat zwar Eigenverantwortung für seine Gesundheit, sie wird aber durch soziale, finanzielle, biologische und weitere Umweltfaktoren eingeschränkt. Hier müssen insbesondere soziale Faktoren stärker berücksichtigt werden und Eigenverantwortung sollte nur innerhalb dieser Rahmenbedingungen eingefordert werden.

Abstract in weiterer Sprache

Obesity is a growing health problem in Germany and other industrial nations. There is an urgent need for action in order to stop this development. Government and food industry, as well as individuals, have to act. Governmental interventions could consist in direct regulation – as in, e. g., regulations on food offered in schools and restrictions on advertising unwholesome nutrition for children, –, or in economic incentives like taxes on unhealthy food and subsidisation of wholesome school food and information (food education, campaigns, food labelling etc.). The government should provide an environment that makes a healthy life style easy. But, at present, governmental interventions are too much focused on personal behaviour and responsibility. The role of the food industry could, for example, consist in clear food labelling and the production of healthy food. Each individual holds a personal responsibility for his or her health, but there are limits to it, like social, financial, biological, and other environmental factors. Especially social factors ought to be considered more seriously. Hence, personal responsibility should only be demanded in an adequate environment.

Weitere Angaben

Publikationsform: Artikel in einer Zeitschrift
Begutachteter Beitrag: Ja
Keywords: Übergewicht; Adipositas; gesetzliche Regulierung; Lebensmittelindustrie; Eigenverantwortung
Institutionen der Universität: Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Lehrstuhl Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften > Lehrstuhl Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften - Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Eckhard Nagel
Fakultäten
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Lehrstuhl Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften
Titel an der UBT entstanden: Ja
Themengebiete aus DDC: 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin und Gesundheit
Eingestellt am: 12 Mai 2020 07:34
Letzte Änderung: 08 Aug 2023 07:00
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/54419