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Essays on Proactive Decision-Making

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Rolf, Philipp:
Essays on Proactive Decision-Making.
Bayreuth , 2023 . - XI, 133 S.
( Dissertation, 2022 , Universität Bayreuth, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
DOI: https://doi.org/10.15495/EPub_UBT_00006867

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Abstract

The consensus emerging from the decision sciences, including operations research/ management science and decision analysis, is that problem structuring and generating alternatives are the most crucial tasks in decision-making processes. However, unlike their evaluation and the subsequent problem-solving, they are given short shrift in extant research. That is noteworthy as a good choice based on the well-considered alternatives evaluation cannot compensate for an underdeveloped set of alternatives; in that case, the likely result will be sub-optimal or deficient decision-making.

Against this background and research gap, this cumulative doctoral thesis adopts the recently introduced PROACTIVE DECISION-MAKING concept, which addresses effective decision-making during its phase of problem structuring and generating alternatives, as a reference frame. In three essays, it seeks to confirm that concept’s measurement- and context-related applicability, test potential nomological relationships, and, eventually, add to the practical meaning of effective decision-making. To that end, it employs three empirical studies with almost 3,000 participants, which feature research questions and problems at the interface of different scientific fields by combining the decision sciences with (1) happiness economics, (2) education sciences, and (3) vocational psychology. Methodologically, this doctoral thesis uses a cross-sectional survey-based, a repeated-measures quasi-experimental field study-based, and an experimental mixed-method-based research design.

The results, equally of value for decision scientists, corporate practitioners, and individual decision-makers, suggest that PROACTIVE DECISION-MAKING is a reliable and valid concept in measurement terms worth establishing in a broader scientific context. Further, they indicate multiple positive effects on commonly desirable outcomes, thereby demonstrating the nomological relevance of that concept. Enhanced decision and life satisfaction and subjective and objective career success should motivate anyone interested to contemplate adopting a more proactive approach in their decision-making. Finally, the results imply that participating in dedicated decision-making courses can help to become a more proficient proactive decision-maker. Accordingly, organizations might wish to implement respective training programs. Educational institutions, on the other side, should critically ask themselves whether they can impart the appropriate decision-making knowledge and skills to their students without such courses.

Abstract in weiterer Sprache

In den Entscheidungswissenschaften, einschließlich Operations Research/Management Science und dem Bereich der Entscheidungsanalyse, herrscht Einigkeit darüber, dass die Problemstrukturierung und die Generierung von Alternativen die wichtigsten Aufgaben in Entscheidungsprozessen sind. Im Gegensatz zu ihrer Bewertung und der anschließenden Problemlösung kommen sie jedoch in der bisherigen Forschung zu kurz. Dies ist insofern bemerkenswert, als eine gute Wahl auf der Grundlage einer gut durchdachten Bewertung von Alternativen eine unzureichend entwickelte Menge von Alternativen nicht kompensieren kann; in diesem Fall wird das Ergebnis wahrscheinlich eine suboptimale oder mangelhafte Entscheidungsfindung sein.

Vor diesem Hintergrund und dieser Forschungslücke nimmt diese kumulative Dissertati-on das kürzlich eingeführte Konzept des PROACTIVE DECISION-MAKING als Bezugsrahmen an, welches sich mit der effektiven Entscheidungsfindung in der Phase der Problemstrukturierung und der Generierung von Alternativen befasst. In drei Aufsätzen versucht diese Arbeit, die mess- und kontextbezogene Anwendbarkeit dieses Konzepts zu bestätigen, mögliche nomologi-sche Beziehungen zu testen und schließlich die praktische Bedeutung effektiver Entscheidungsfindung weiter auszuführen. Zu diesem Zweck werden drei empirische Studien mit fast 3.000 Teilnehmenden herangezogen, die Forschungsfragen und -probleme an der Schnittstelle verschiedener Wissenschaftsbereiche aufgreifen, indem sie die Entscheidungswissenschaften mit (1) der Glücksökonomie, (2) den Bildungswissenschaften und (3) der Berufspsychologie verbinden. Methodisch bedient sich diese Dissertation eines querschnittlichen, umfragebasierten, eines quasi-experimentellen, auf wiederholten Messungen basierenden Feldstudien- und eines experimentellen, gemischt-methodischen Forschungsdesigns.

Die Ergebnisse, die für Entscheidungswissenschaftler, Unternehmenspraktiker und individuelle Entscheidungsträger gleichermaßen wertvoll sind, legen nahe, dass das PROACTIVE DECISION-MAKING Konzept als Messinstruments valid und verlässlich ist und sich somit in einem breiteren wissenschaftlichen Kontext etablieren sollte. Darüber hinaus weisen sie auf zahlreiche positive Auswirkungen auf gemeinhin erwünschte Ergebnisse hin und belegen damit die nomologische Relevanz dieses Konzepts. Die verbesserte Entscheidungs- und Lebenszufriedenheit sowie der gesteigerte subjektive und objektive berufliche Erfolg sollten jeden Interessierten dazu motivieren, einen proaktiveren Ansatz bei der Entscheidungsfindung in Erwägung zu ziehen. Schließlich deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Teilnahme an speziellen Kursen zur Entscheidungsfindung dazu beitragen kann, ein kompetenterer proaktiver Entscheidungsträger zu werden. Dementsprechend könnten Organisationen entsprechende Trainingsprogramme einführen wollen. Bildungseinrichtungen wiederum sollten sich kritisch fragen, ob sie ihren Studierenden auch ohne solche Kurse die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten zur Entscheidungsfindung vermitteln können.

Weitere Angaben

Publikationsform: Dissertation
Keywords: Proactive decision-making; life satisfaction; career success; decision training; decision sciences
Institutionen der Universität: Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Betriebswirtschaftslehre
Fakultäten > Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Fachgruppe Betriebswirtschaftslehre > Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre V, insbes. Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre
Graduierteneinrichtungen > University of Bayreuth Graduate School
Fakultäten
Graduierteneinrichtungen
Titel an der UBT entstanden: Ja
Themengebiete aus DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Eingestellt am: 25 Feb 2023 22:00
Letzte Änderung: 16 Mai 2023 05:42
URI: https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/73997