Titelangaben
Clarke, Johannes:
Einfluss von Präparationsparametern auf die physiko-chemischen Eigenschaften von kupferbasierten Gasdiffusionselektroden für die elektrochemische CO2-Reduktion.
Bayreuth
,
2026
(
Bachelorarbeit,
2026
, Universität Bayreuth, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Lehrstuhl Funktionsmaterialien)
Angaben zu Projekten
| Projekttitel: |
Offizieller Projekttitel Projekt-ID Pulsmethode zur langzeitstabilen und selektiven CO2-Elektrolyse zu Ethen an Kupfer-basierten Gasdiffusionselektroden 529993860 |
|---|---|
| Projektfinanzierung: |
Deutsche Forschungsgemeinschaft |
Abstract
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss verschiedener Präparationsparameter auf die physiko-chemischen Eigenschaften kupferbasierter Gasdiffusionselektroden (GDEs), welche für die elektrochemische CO2-Reduktion eingesetzt werden. Um einen stabilen Betrieb der Elektrolyse zu gewährleisten und der limitierenden Flutung der Elektrode durch flüssigen Elektrolyten entgegenzuwirken, müssen GDEs eine optimale Kombination aus hoher elektrischer Leitfähigkeit, ausreichender Gaspermeabilität und starker Hydrophobizität aufweisen. Zur systematischen Analyse dieser Parameter wurden die Schichtdicke des per physikalischer Gasphasenabscheidung (PVD) aufgetragenen Kupfers, die aufgebrachte Masse an Kupfernanopartikeln (CuNP) als Katalysator sowie der Anteil des polymeren Binders Nafion variiert. Die präparierten Elektroden basierten primär auf PTFE-Substraten, welche vergleichend auch mit Carbon-Substraten untersucht wurden. Die Auswertung der elektrischen Messungen ergab, dass die Oberflächenleitfähigkeit maßgeblich von der Cu-PVD-Schicht dominiert wird, wobei sich eine Schichtdicke von etwa 400 nm als optimaler Kompromiss aus minimalem Materialaufwand und der Ausbildung eines stabilen Leitfähigkeitspfades erwies. Messungen der Gaspermeabilität zeigten zudem, dass das reine PTFE-Substrat deutlich gasdurchlässiger ist als das Carbon-Substrat. Gleichzeitig führt ein erhöhter Nafion-Anteil in der Katalysatorschicht zu einer signifikanten Reduktion der Gasdurchlässigkeit durch Porenblockaden, während die CuNP-Menge und dickere PVD-Schichten in den untersuchten Bereichen nur einen untergeordneten Einfluss auf den Gasfluss haben. Hinsichtlich der Hydrophobizität wurde festgestellt, dass der Widerstand gegen das Eindringen von Flüssigkeit nahezu ausschließlich durch das Trägersubstrat selbst bestimmt wird. Das hochgradig hydrophobe PTFE-Substrat verhinderte einen Durchtritt von wässrigen Elektrolyten selbst bei Drücken von 500 mbar zuverlässig; ein Durchtritt konnte erst durch eine drastische Absenkung der Oberflächenspannung mittels hoher Alkoholkonzentrationen (z. B. 20 % Isopropanol) erzwungen werden. Zusammenfassend belegt die Arbeit, dass eine feinporige, PTFE-basierte GDE mit einer rund 400 nm dicken Kupfer-PVD-Schicht und einer balancierten, nicht zu massiven Nafion-Imprägnierung die besten physiko-chemischen Eigenschaften für den Einsatz in der CO2-Elektrolyse bietet, was das bestehende Standardpräparationsverfahren des Lehrstuhls als sehr gut geeignet bestätigt.
Weitere Angaben
| Publikationsform: | Bachelorarbeit |
|---|---|
| Institutionen der Universität: | Fakultäten > Fakultät für Ingenieurwissenschaften Fakultäten > Fakultät für Ingenieurwissenschaften > Lehrstuhl Werkstoffverfahrenstechnik > Lehrstuhl Werkstoffverfahrenstechnik - Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christina Roth Fakultäten > Fakultät für Ingenieurwissenschaften > Lehrstuhl Funktionsmaterialien > Lehrstuhl Funktionsmaterialien - Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ralf Moos Profilfelder > Advanced Fields > Neue Materialien Forschungseinrichtungen > Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen > Bayreuther Materialzentrum - BayMAT |
| Titel an der UBT entstanden: | Ja |
| Themengebiete aus DDC: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 620 Ingenieurwissenschaften |
| Eingestellt am: | 22 Okt 2026 06:57 |
| Letzte Änderung: | 22 Okt 2026 06:57 |
| URI: | https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/100022 |

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